Zusammenwirken und Unternehmerstufen

Manche Menschen sehen die Dinge, wie sie sind, und sagen: „Warum?“

Ich träume von Dingen, die es nie gab, und sage: „Warum nicht?“

John F. Kennedy

ActionCOACH-Kunden wissen um die Formel für Veränderung: Neben der Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation ist es vor allem die Vision, die Veränderungen erst möglich macht. Kommen noch die ersten Schritte und der Widerstand hinzu, ist die Formel perfekt:

 (U * V) + E > W

Das Produkt aus Unzufriedenheit und Vision plus die ersten Schritte muss größer sein als der Widerstand. Wenden wir die Formel exemplarisch auf das Zitat von John F. Kennedy an.

Die Vision John F. Kennedys führte zur Mondlandung

Die Sowjetunion war seit 1957 zu einer Raumfahrtnation aufgestiegen, der die Amerikaner nichts entgegenzusetzen hatten. Man suchte daher nach einer Möglichkeit, die Russen zu schlagen (Unzufriedenheit mit der aktuellen Situation), zumal mit Juri Gagarin bereits der erste Mensch im All gewesen war. Präsident Kennedy stellte in der Rede vor dem amerikanischen Kongress 1961 seine Vision vor: „I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to the earth.“ Die ersten Schritte im Apollo-Programm waren die Entwicklung der bis heute größten Trägerrakete Saturn V durch Wernher von Braun, das Gemini-Programm zur Erforschung von Manövern und Navigation im All sowie das FIRE-Projekt für die Entwicklung des Hitzeschilds der Apollokapseln.

Überwindung des Widerstandes

Woraus bestand aber der Widerstand? Kennedy selbst benennt ihn: „[No space project] will be so difficult or expensive to accomplish.“ Die menschliche Vorstellungskraft reichte bis dato nicht aus, sich einen Menschen auf dem Mond vorzustellen. Ebenso war ein gigantischer finanzieller Aufwand vonnöten. Die Vision von Kennedy setzte sich aber durch und wurde nach seinem Tod zu dem Erfolg, den der Präsident vorhergesehen hatte. Übertragen auf die ActionCOACH-Formel für Veränderung waren Unzufriedenheit und Vision so groß, dass sie zusammen mit den ersten Schritten den Widerstand um ein Vielfaches übertrafen.

Konsequenzen für den Unternehmer

Als Unternehmer brauchen Sie nicht auf dem Mond zu landen, das haben schon andere getan. Sie können aber am Beispiel der Mondlandung lernen, zu welchen Ergebnissen man kommt, wenn Unzufriedenheit und Vision groß genug sind. Beschäftigen Sie sich mit diesen beiden Dingen und vergessen Sie den Widerstand. Einen Berg besteigen Sie auch nicht, indem Sie ihn nur anschauen. Sie wollen auf dem Gipfel stehen, sind unzufrieden, weil Sie noch im Tal sind, und beginnen mit den ersten Schritten.

Die Identität eines Unternehmers gleicht einem Eisberg: Man sieht nur ein wenig davon, denn der größte Teil ist unter Wasser. Im Geschäftsleben nehmen Sie einen Unternehmer durch sein Verhalten, Handeln und Entscheiden wahr. Der große Unterbau für diese Agenda liegt aber im Verborgenen. Können, Überzeugungen, Werte und die Identität eines Menschen bilden den Kern und damit das Umfeld für alle unternehmerischen Handlungen. Warum blockieren sich viele Unternehmer aber selbst und verharren auf ihrer Position? Weil sie Angst haben und Selbstsabotage betreiben.

Eisberg der Identität neu
Diese Angst lässt sich auch bei Angestellten zeigen: Im Rahmen einer Untersuchung wurden zwei Stellenanzeigen geschaltet, die von den Anforderungen her sehr ähnlich waren. Die eine Stelle war jedoch dreifach höher dotiert als die andere. Es bewarben sich auch erheblich mehr Menschen – aber auf die niedriger dotierte Stelle. Übertragen auf den Unternehmer bedeutet es, dass er sich oft selbst sabotiert, indem er sich unterschätzt und Angst vor einem Misserfolg hat. Wenn die Unzufriedenheit groß, die Vision klar ist und die ersten Schritte richtig sind, spricht nichts gegen den Erfolg. Verlassen Sie daher Ihre

Das Zusammenwirken bei einer Vision

Eine Vision muss drei wesentliche Dinge beinhalten: Ihr Bild der Zukunft, zentrale Werte und den Nutzen für andere. Ohne diesen Nutzen ist eine Vision nur Selbstzweck, denn sie kann keinem Geschäftsmodell dienen und monetisiert werden. Wen aber betrifft Ihre Vision? Die Antwort liegt auf der Hand: Alle. Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden sind die Gesellschaft, die von Ihrer Vision unmittelbar betroffen ist. Gleichzeitig bildet die Vision Ziele ab, deren Erreichung für optimale Kundenzufriedenheit notwendig ist. Formulieren Sie diese Ziele SMART (specific, measurable, achievable, relevant, time-bound): Ein Ziel muss immer eindeutig, messbar, erreichbar, realistisch und innerhalb eines Zeithorizonts sein. Über KPIs (Key Performance Indicators, dt. Leistungskennzahlen) messen Sie die Zielerreichung, denn ohne Messung können Sie keine Aussage über den Erfolg treffen.

Weitere Dinge wirken mit der Vision zusammen. Als Unternehmer haben Sie einen natürlichen Engpass, mit dem Sie klarkommen müssen: Die Zeit. Machen Sie sich daher Gedanken, wie Sie mit der Zeit Ihrer Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden sowie Ihrer eigenen Zeit umgehen. Achten Sie auf eine transparente Buchführung und führen Sie das Unternehmen durch Testen und Messen sowie die Auswertung von Kennzahlen. Finden Sie weitere Engpässe, indem Sie Reklamationen analysieren und Ihre Standards anheben. Marketing ist Außendarstellung und damit Chefsache, klemmen Sie sich also dahinter. Seien Sie ebenso beim Service kritisch: Er gibt die Haltung aller Mitarbeiter wieder. Mit weniger als dem, was der Kunde sich gewünscht hat, sollten Sie nie zufrieden sein. Streben Sie besser ein überraschendes oder sogar unglaubliches Erlebnis für den Kunden an. Das schafft bleibende Erinnerungen und macht Sie empfehlenswert. Über zwei Drittel aller Kunden kommen übrigens nicht wieder, wenn sie von einem Unternehmen als gleichgültig wahrgenommen werden. Das ist Ihre Chance, um an den Mitbewerbern vorbeizuziehen!

Die 5 Stufen zum Unternehmer

Auf der Leiter von ActionCOACH gibt es 5 Stufen, die zum Unternehmer führen. Ein Unternehmer arbeitet weniger in, sondern mehr an seinem Unternehmen. Bevor es aber so weit ist, gilt es eine Stufe nach der anderen zu nehmen. In diesem Artikel behandeln wir nur die Stufe 1. Die restlichen Stufen stellen wir Ihnen bei unser ActionCOACH-Veranstaltung vor.

Auf der ersten Stufe unserer Leiter steht der Selbstständige. Sehen wir uns aber auch die Vorstufe an: den Angestellten. Sein Denkmuster ist die Sicherheit, er möchte Geld verdienen. Der eigentliche Sinn der Arbeit besteht für ihn darin, finanzielle Rücklagen zu bilden und sein Wissen und Know-how zu erweitern, sodass er innerhalb einer Firma aufsteigen oder eine neue Stelle antreten kann. Wenn er die Stufe zum Selbstständigen erklimmen will, braucht es dazu viel Mut und Selbstvertrauen sowie eine initiative Aktion: das Tun.

Stufe 1: Der Selbstständige

Hat der ehemalige Angestellte den Schritt in die Selbständigkeit geschafft, tritt ein anderes Denkmuster ein: Sicherheit steht nicht mehr im Vordergrund, dafür ist man nun sein eigener Chef. Der Aspekt des Geldverdienens ist nun dem des Geldmachens gewichen. Im Hintergrund stehen nun unternehmerisches Denken und Geschäftswissen, die letztendlich zu mehr Einkommen als beim Angestellten führen sollen. Als nächste Stufe steht der Manager oder Leiter an, der Vision und Ziele im Einklang mit einer Unternehmensstruktur, Mitarbeitern und Kennzahlen bringen muss.

Die ActionCOACH-Veranstaltung zum Thema Zusammenwirken und Unternehmerstufen

Unser kostenloser Impulsvortrag geht auf Veränderungen als Unternehmer und Phänomene des Zusammenwirkens im Unternehmen ein. Wir diskutieren dabei in Kleingruppen, welche individuellen Probleme und Herausforderungen Unternehmer haben. Weiterhin behandeln wir alle fünf Unternehmerstufen und stellen fest, wo jeder Einzelne gerade steht. Mit den Tools von ActionCOACH bekommen Sie bewährte Helfer an die Hand, um Ihr Unternehmen nach vorne zu bringen. Melden Sie sich jetzt an, die Plätze sind limitiert!