Wer Aufmerksamkeit möchte muss nicht rumschreien wie Donald Trump

Wer Aufmerksamkeit möchte muss nicht rumschreien wie Donald Trump

 

Gilt das auch für Aufmerksamkeit? Es wird oft gesagt, dass wer das Süße schmecken will das Salzige braucht, um die wahre Liebe zu verstehen muss das Herz zuvor gebrochen werden und wer den Erfolg will muss zuerst gescheitert sein.

Anders ausgedrückt müssen Sie erst genau das Gegenteil von dem erreicht haben, was Sie als Ziel gesetzt haben. Dieser Standpunkt ist generell fragwürdig. Um so mehr, wenn wir versuchen eine Verbindung mit jemandem aufzubauen.

Jeder gute Verkäufer weiß, dass der Weg eine Beziehung zu dem Gegenüber aufzubauen nur darüber funktioniert, sich immer wieder in Erinnerung zu rufen, die wichtigste Person auf der Welt ist jetzt mein Gegenüber. Menschen reden gerne über sich selber. Sie wollen Ihrem Partner das Gefühl vermitteln, er oder sie sind im Mittelpunkt Ihrer Aufmerksamkeit. Schenken Sie dem Gegenüber ihre Aufmerksamkeit. Dadurch haben Sie schon ein gutes Stück Weg zurückgelegt auf der Reise das Vertrauen und das Wohlwollen einzusammeln.

Nur wie erreichen Sie, dass jemand Ihnen seine Aufmerksamkeit schenkt?

Hier benötigt es Fingerspitzengefühl und einen

„sanften Konflikt“

In anderen Worten, bringen Sie jemanden nicht dazu Ihnen seine Aufmerksamkeit zu schenken, indem Sie ständig Ihre Bewunderung ausdrücken oder zu Allem „Ja“ sagen. Sie sollen einen kleinen Konflikt aufbauen, etwas Spannung – nur eben nicht zu viel. Dadurch wird der Andere aufmerksam und wachsam. Die Unterhaltung die ansonsten vor sich hin geplätschert wäre, wird lebendiger und farbig. So wird die Basis für eine viel stärkere Beziehung geschaffen.

Sie kennen das aus Interviews im Fernsehen. Ein Gast, der in seinen Ansichten nicht herausgefordert wird wird als Hasenfuß empfunden und bleibt blass und nicht erinnernswert. Nur durch Zutaten wie das Einnehmen des Gegenstandpunkts oder provozierende Fragen wird aus einem Interview eine lebhafte Debatte, in der der Gast die Möglichkeit hat sich als klug und sachkundig (oder dumm und ahnungslos) hervor zu tun. Der Zuschauer wird gefesselt. Es gibt sicher eine neurologische Erklärung dafür, aus welchem Grund diese Spannungen das Gehirn stimulieren. Hier werden wir diese einfach „Momente“ nennen, die einen tieferen Eindruck hinterlassen, als eine nette, höfliche Konversation.

Warum festigt Spannung eine stärkere Bindung?

Einmal wird interessanterweise durch das Äußern von Widerspruch zur Meinung des Gegenübers Gemeinsamkeiten geformt. Ehe Sie endlos die Leier Wetter oder Kinder abspulen, können Sie ein Thema finden, das von beiden verlangt einen Standpunkt einzunehmen. Nur bitte fangen Sie jetzt nicht an sich lautstark über Ihre Standpunkte zur gleichgeschlechtlichen Ehe zu streiten, aber eine abweichende Meinung über gewisse Themen hier und da sind eine willkommene Abwechslung. Stellen Sie nur sicher, dass Sie Ihren Widerspruch immer mit einem Lächeln liefern.

Zum Zweiten werden die meisten bekannten und mächtigen Menschen selten herausgefordert. Sie sind häufig von „Jasagern“ umgeben, die Angst haben zu widersprechen, weil sie befürchten ihren Job zu verlieren oder aus dem engeren Kreis gestoßen zu werden. Treffen diese Menschen auf jemanden, der ehrlich und offen seine Meinung sagt, auch wenn diese widersprüchlich ist, und dabei im Umgang respektvoll bleiben, so ist das eine sehr willkommene und erfrischende Abwechslung.

Und schließlich sind Konflikte und Spannungen in jeder Beziehung hilfreich für die Kreativität.  Keine Partnerschaft funktioniert erfolgreich, wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung vertreten. Oder anders formuliert, wenn zwei immer die gleiche Meinung haben, ist einer überflüssig. Üblicherweise passiert das, wenn einer der beiden sich fürchtet zu widersprechen, nur dann ist das keine Partnerschaft, sondern eine Diktatur.

Die Möglichkeit sich gegenseitig herauszufordern steigert die Produktivität und bringt Sie auf einen Weg, den jeder für sich alleine nicht erkundet hätte. Unglücklicherweise können nur wenige Menschen mit Konflikten umgehen, aus diesem Grund verlassen Gründer sehr häufig Start-ups. Erwiesenermaßen sind Konflikte zwischen den Gründern einer der drei Hauptgründe für das Scheitern von Start-ups.

Also tun Sie sich und mir einen Gefallen, seien Sie nicht wie Donald Trump und stoßen Sie jeden vor den Kopf. Nur denken Sie das nächste Mal daran, wenn Sie jemand Neuen treffen, fürchten Sie sich nicht davor Meinungen herauszufordern. Mit Freundlichkeit und Spannung wird daraus eine fruchtvolle Beziehung.

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Thomas Kukwa
Thomas Kukwa
Business Coach mit über 20 Jahren Erfahrung in Marketing, Vertrieb und Geschäftsführung in operativen und strategischen Positionen.
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