Was Gandhi uns über Führung lehren kann

Was Gandhi uns über Führung lehren kann

 

Gandhi war kein begnadeter Redner und änderte häufig seine Meinung. Er vor allen anderen war sich dessen bewusst, er war nicht perfekt. Aber er nutzte einige Prinzipien in der Führung, die bis heute Ihre Gültigkeit nicht verloren haben. Egal ob Sie ein kleines Team führen, ein Manager sind oder Projektleiter – wir alle können immer noch von Mahatma Gandhi lernen.

1. Zeigen Sie, dass Sie an sich arbeiten

„Lebe, als wäre heute dein letzter Tag. Lerne, als würdest Du ewig leben.“

Menschen schauen zu Führungskräften auf, die zugeben nicht alles zu wissen und die ebenfalls nach Antworten suchen. Die Mitarbeiter wollen von Menschen geführt werden und sind eben nicht perfekt. Dadurch, dass Sie sich dazu bekennen sich beständig durch lernen weiter zu entwickeln leben Sie vor, dass Stillstand keine Option ist. Zudem macht Sie das menschlich und gibt Ihnen auch die Möglichkeit von Ihren Mitarbeitern zu lernen. Alleine dadurch werden Sie sich mehr Respekt verdienen.

2. Vertreten Sie leidenschaftlich Ihre Vision und gehen Sie mit gutem Beispiel voran

„Du musst selbst der Wandel sein, den Du in der Welt sehen möchtest.“

Ihre Vision muss von Herzen kommen. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, wie der Erfolg aussieht, wenn er erreicht ist. Sie müssen Ihre Vision mit Leidenschaft vertreten, denn Leidenschaft steckt an. Nur so bekommen Sie die Unterstützung der Menschen. Dazu gehört auch, dass Sie die Dinge tun und sagen, die notwendig sind die Vision in die Wirklichkeit umzusetzen. Dann folgen Ihnen die Menschen.

3. Nutzen Sie Ihre soziale Kompetenz und nicht Ihre Position

„Ich meine Führung wurde zu einer Zeit mit Kraft gleichgesetzt; aber Heute bedeutet es wie man mit den Menschen auskommt.“

Für Gandhi war der Verstand die kraftvollste Waffe auf der Welt, mächtiger als jede andere Waffe. Genau wie Gandhi gewaltfreier Mittel bedient hat seine Ziele zu erreichen, so sind Führungskräfte heutzutage sehr viel effektiver, wenn sie sich auf Ihre soziale Kompetenz verlassen und auf ihre Position, um Menschen zu beeinflussen und Veränderungen zu bewirken. Der beste Vorgesetzter ist einer, der nie betonen muss, dass er der Vorgesetzte ist. Niemand hört Ihnen wegen des Titels zu. Menschen achten Sie und hören auf Sie, wegen Ihres Charakters, Ihrer Integrität und Ihrer Fürsorge.

4. Hören Sie doppelt so viel zu, wie Sie reden

„Es ist nicht weise zu sicher über seine eigene Weisheit zu sein. Es ist gesund daran erinnert zu werden, dass die Starken schwach werden und die Weisen sich irren.“

Wir kennen alle genügend Manager, die nichts anderes tun, als ständig zu reden. Meetings fangen an und der Chef legt seine Sicht der Dinge dar und nicht selten wird dies zu einer endlosen Tirade. Reden, reden und immer weiterreden, während die Menschen sich dem hilflos ausgeliefert fühlen und bald sich selber ausblenden. Bei Dialogen mit solchen Menschen kommt es schon vor, dass diese danach fragen, was man so denkt, nur unterbrechen sie dann noch in der Antwort, um weiterzureden als ob Sie nichts gesagt hätten.

Eine wirkliche Führungskraft verbringt die meiste Zeit mit Zuhören. Sie hört sich die Bedenken der Mitarbeiter an, ihre Ansichten, Ideen und Probleme. Bauen Sie sich einen Ruf als guter Zuhörer auf. Hören Sie doppelt so viel zu, wie Sie reden (wir haben ja auch 2 Ohren und nur einen Mund). Sie werden erstaunt sein, wie viel mehr Einfluss Ihnen das gibt im Vergleich zu reden, reden und nochmals reden.

5. Verbannen Sie Ihr ernstes Gesicht

„Dienst, der ohne Freude verrichtet wird hilft weder dem Bediensteten noch dem Bedienten. Aber alle anderen Vergnügen und Güter verblassen ins Nichts im Angesicht des Dienstes der im Geiste der Freude verrichtet wird.“

Viele von uns nehmen sich schlichtweg zu ernst. Gandhi hatte eine Angst davor menschlich zu sein. In Ihrem täglichen Geschäftsleben sollten Sie häufiger ein Lächeln tragen, hoffnungsfroh sein und vor allem Sie selbst sein und nicht vorgeben jemand zu sein der vorgibt wichtig zu sein. Eine effektive Führungskraft ist authentisch.

6. Machen Sie die Arbeit interessant und bedeutsam

„Die Befriedigung liegt in der Anstrengung nicht im Erreichen, volle Anstrengung ist ein vollkommener Sieg.“

Eine der größten Herausforderungen, wenn man ein Team führt ist es die Arbeit bedeutsam, unterhaltsam und interessant zu gestalten. Selbst die niedrigste Arbeit kann einnehmender sein, wenn Sie die Arbeit in ein Spiel verwandeln. Setzen Sie Ziele mit Belohnungen. Erklären Sie das „Warum“ hinter den Aufgaben, so können die Mitarbeiter Ihren Anteil mit dem Endergebnis in Verbindung bringen. Mitarbeiter sollen wissen, dass sie wichtig sind und dass ihr Beitrag dem großen Ganzen nutzt.

Gandhis Prinzipien mit ihrer zurückhaltenden Überzeugungskraft werden heute mehr gebraucht als je zuvor.

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Thomas Kukwa
Thomas Kukwa
Business Coach mit über 20 Jahren Erfahrung in Marketing, Vertrieb und Geschäftsführung in operativen und strategischen Positionen.
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